Memory Garden

Memory Garden
Klanginstallation von Merzouga

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Der Garten von St. Cäcilien – Ein stiller Ort mitten im Rauschen der Kölner Innenstadt –  direkt hinter dem Neumarkt, in Nachbarschaft zum Ethnologischen Museum Rautenstrauch-Joest und zum Museum Schnütgen mit seiner Sammlung mittelalterlicher, christlicher Kunst.

Die Bepflanzung mit Blumen, Kräutern und Bäumen, die wir aus mittelalterlichen Schriften kennen, erlaubt den Besuchern die sinnliche Wahrnehmung der Pflanzenwelt, deren Symbolik sie bereits in den ausgestellten Kunstwerken und Schriften begegnen konnten.

Der Mittelalterliche Garten wird zum Memory Garden: Lautsprecher in die Beete gepflanzt wie Klangblüten. Unerwartet schweben leise Klänge durch den Garten, laden zum Innehalten ein, zum Verweilen, vermischen sich mit dem Stadtklang. Der alte Klostergarten transformiert sich. Die Kräuter verströmen ätherische Düfte und stimulierende Klangfarben. Das benachbarte Rautenstrauch-Joest-Museum wird zum Klangfernrohr. Vergessene Klänge ferner, im kolonialen Rausch(en) untergegangener Kulturen wehen in den Garten. Gongs aus einem laotischen Tempel, ein nordindisches Mantra, der Lärm einer indischen Großstadt. Historische Wachszylinder des Berliner Phonogramm-Archivs, vergessene Gesänge aus Afrika, Ozeanien, Indonesien. Zeitzeugen uralter Kulturen auf den patinierten Wachszylindern blühen noch einmal im Klostergarten von St. Cäcilien, nur um gleich wieder zu verwehen. Im Memory Garden rauscht die Zeit.

Eröffnung: 19.06.2019, 16:00 – 18:00
Laufzeit: 19.06. – 30.06.2019, jeweils zu den Öffnungszeiten des Museums Schnütgen
Veranstaltungsort: Garten von St.Cäcilien/Museum Schnütgen, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

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Komposition: Merzouga
Kurator: Georg Dietzler
Dauer: ca. 40′
UA: 19.06.2019

Verwendung historischer Wachszylinder Aufnahmen des Berliner Phonogramm-Archivs mit freundlicher Genehmigung des Berliner Phonogramm-Archivs, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

 

Klanginstallation von Merzouga

Romanischer Sommer 2019

 

 

Ponto dos Mentirosos – Atlas eines Dorfes

Ponto dos Mentirosos – Atlas eines Dorfes
Hörspiel von Merzouga & Nina Hellenkemper

Merzouga @ Kölner Kongress 2019

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Deutschlandfunk 2019.
Ursendung: 13.04.2019, 20:10

Uraufführung als Live-Hörspiel beim 3. Kölner Kongress am 16.03.2019 im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks.

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Vor 500 Jahren ist Pedro Álvarez Cabral an diesem Strand gelandet und hat Brasilien „entdeckt“. Noch immer steht der Lügenbaum, der Ponto dos Mentirosos,  am Ufer des Dschungelflusses. Hier erzählen die Menschen sich Geschichten. Wie die von der Meerjungfrau, die nachts aus dem Atlantik stieg. Oder von der Fischerin, deren Haus schon zweimal vom Meer davon getragen wurde. Die Hütte des Medizinmannes stand früher mitten im Urwald, der Mata Atlantica. Der Wald ist verschwunden, der Garten mit den Heilkräutern vertrocknet. Wenn die Sehnsucht nach den Vögeln zu groß wird, nach dem Wald, dann singt Jakama, seine Frau, die Lieder von früher. Das Wissen um die Pflanzen interessiert die Jungen nicht mehr. Aber wenn der Vollmond aus dem Meer auftaucht tanzen dreihundert Pataxó ums Feuer. Stolz singen sie, schmücken sich und trommeln. Der Atlas eines Dorfes verbindet Geschichten, Gesänge und Geräusche aus dem ältesten Dorf des neuen Brasilien mit einer opulenten Klangkomposition und evoziert einen tropischen Ort von dunkler Schönheit.

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Mit Felix von Manteuffel, Juan Carlos Lobo, Susanne Barth & Michael Witte.
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf 2019
Länge: 60:14
Ursendung: 13.04.2019, DLF

Hörspiel von Merzouga & Nina Hellenkemper

DLF 2019

 

 

Paraíso Real

Paraíso Real
Feature von Nina Hellenkemper & Janko Hanushevsky

Pataxó family, Barra Velha, Bahia/Brazil

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Deutschlandfunk 2019.
Ursendung: 08.04.2019, 20:10

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Caraíva ist das älteste nicht-indianische Dorf Brasiliens. Wo der Rio Caraíva, aus dem Dschungel kommend, in den Atlantik fließt, ließen sich 1530 die ersten Portugiesen nieder.

Palmengesäumte Strände, bunte Häuschen am Fluss. Die Zeit läuft langsam. Es gibt weder Straßen noch Autos. Das haben die Bewohner vor Jahrzehnten in ihre Gemeindeverfassung geschrieben, auch dass es keine Brücke geben soll. Wer nach Caraíva will, muss mit dem Kanu übersetzen. Und doch werden auch hier Globalisierung und Fortschritt spürbar. Seit ein französischer Musikproduzent mehrere Häuser am Fluss gekauft hat, gentrifiziert sich das Dorf rasend schnell. Die Pataxó im angrenzenden Indianergebiet stehen unter Druck. Der Urwald ist auf einen kleinen Fleck geschrumpft, Eukalyptusplantagen rücken immer näher. Das Land wird knapp und die Pataxó werden wieder mehr. Sie bauen Schulen, wollen asphaltierte Straßen, moderne Häuser und fordern mehr Territorium.

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Mit Martin Bross, Robert Dölle, Nicola Gründel, Justine Hauer, Juan Carlos Lobo, Hildegard Meier, Ulrike Schwab, Florian Seigerschmidt, Bruno Winzen
Regie: Janko Hanushevsky & Nina Hellenkemper
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf 2019
Länge: ca.49‘
Ursendung

Feature von Nina Hellenkemper & Janko Hanushevsky

DLF 2019

 

 

Das Lied von den Riesen – Eine Begegnung mit dem Geschichtenerzähler Michael Köhlmeier

Das Lied von den Riesen – Eine Begegnung mit dem Geschichtenerzähler Michael Köhlmeier
Feature von Janko Hanushevsky

Michael Köhlmeier am Alten Rhein bei Hohenems (c) Janko Hanushevsky

Michael Köhlmeier am Alten Rhein bei Hohenems (c) Janko Hanushevsky

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Feature Deutschlandfunk 2018.

Ursendung: 21.12.2018, 20:05.

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Seit es uns gibt erzählen wir einander Geschichten.  In der Antike wurden Geschichten wahrscheinlich gesungen. Die Melodien sind verschwunden, doch die Abenteuer des Odysseus, die Heldentaten des Achilles ziehen uns noch heute in ihren Bann. Als junger Mann erzählte Michael Köhlmeier Mythen und Sagen live und frei im Radio und wurde damit sehr bekannt. Heute ist der Vorarlberger Bestseller-Autor. In seinen Novellen und Romanen erzählt er von einem unbegleiteten Flüchtlingsmädchen, vom Heiligen Antonius, der sterbend über das Leben nachdenkt, zeichnet in „Abendland“ eine Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, verarbeitet schreibend den Tod seiner Tochter. Wie setzen Geschichten uns in Beziehung zur Welt? Warum muss sich die Literatur für brennende gesellschaftliche Themen öffnen? Können wir jemals anders, als aus der eigenen Perspektive eine Geschichte erzählen? Und was passiert, wenn wir einer Geschichte lauschen, uns Kraft der Phantasie in jemand anderen hineinversetzen?

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Mit: Matthias Ponnier & Janko Hanushevsky

Regie & Komposition: Merzouga

Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Deutschlandfunk 2018

Feature von Janko Hanushevsky

DLF 2018

 

 

Funkenflug im Zwischenraum – Drei Positionen zeitgenössischer Malerei

Funkenflug im Zwischenraum – Drei Positionen zeitgenössischer Malerei
Feature von Merzouga

Atelierbesuch Sabrina Haunsperg (6)Cosima Hawemann by Lilith Hawemannmatthias lautner by Julian Tapprich

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Feature Rundfunk Berlin Brandenburg

Ursendung: 14.10.2018, 14:04

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Jenseits kunsthistorischer Expertise, aus einem radikal subjektiven Blick nähern sich die Autoren der Malerei ihrer gleichaltrigen Zeitgenossen. Matthias Lautners dunkle Landschaftsbilder werden von einsamen Figuren durchschritten. Sie kehren dem Betrachter den Rücken zu. Sabrina Haunsperg schöpft ihre abstrakte Malerei aus dem bildhauerischen Umgang mit Farbe, die sie auf die Leinwand schüttet, wirft, oder sprüht. Cosima Hawemann interessiert sich für die Erinnerung, und dafür, wie sich Erinnerung verändert. Sie übermalt Ikonen des Showbiz und Modefotos.

Bilder bringen beim Betrachter einen höchst subjektiven Resonanzraum zum Klingen. Wie unterschiedlich dieser sein kann, erproben die Autoren im Selbstversuch.

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Mit: Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky.

Ton: Annett Bastian und Martin Selig.

Regieassistenz: Fahri Sarimese und Oliver Martin.

Komposition & Regie: Merzouga.

Redaktion: Mareike Maage.

Eine Produktion des Rundfunk Berlin Brandenburg 2018.

Feature von Merzouga

RBB 2018

 

 

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