Withering Sounds – An Archeology for Three Pianos

Withering Sounds – An Archeology for Three Pianos
Klangkomposition von Merzouga

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Klangkomposition, YLEISRADIO/Ars Acustica 2017.
Ursendung: 10.01.2018.

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Das Klavier ist ein anti-nomadisches Instrument. Oft bleibt es Jahrzehnte an einem Ort, in einem Raum. Manchmal überlebt es mehrere Generationen einer Familie und wird zum stummen (oder klangvollen) Zeugen ihrer Geschichte. Im Zusammenspiel mit dem Raumklima verändert sich das Klavier über die Zeit und wird so zum Zeitreise-Instrument. Die Klangkünstler Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky (aka Merzouga) haben drei gealterte Klaviere in ihren jeweiligen Räumen gespielt und aufgenommen. Die beiden sind keine Pianisten und haben die Klaviere als Klang-Generatoren benutzt. In Interviews mit ihren heutigen Besitzern haben versucht, die Geschichte der Klaviere zu recherchieren, haben Lieder und Geschichten gesammelt, die sich um diese Klaviere zugetragen haben. In Ergänzung sind Field-Recordings in unmittelbarer Umgebung der Klaviere entstanden (im Garten, auf der Straße). Diese Geschichten inspirierten die drei Sätze des Stücks, jedes ist einem Klavier gewidmet. Ein Klavier stand in dem Haus an der dänischen Ostsee, wo Bert Brecht Zuflucht fand und sich vor den Nazis versteckte. Das zweite Klavier fanden die beiden in einem alten, unbewohnten Bauernhaus inmitten, einsam einer übermächtigen Natur. Das dritte Klavier gehörte dem Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick, der Wagner verdammte und in Brahms den würdigen Nachfolger Beethovens sah, und steht heute in Düsseldorf.  Der vierte Satz ist eine palimpsesthafte Struktur, in der die Räume der jeweiligen Klaviere sich überlappen.Linie-punkte-gruen

Klangkomposition von Merzouga

Klangkomposition von Merzouga

 

 

Play Me, I’m Yours – Bunte Klaviere erobern die Stadt

Play Me, I’m Yours – Bunte Klaviere erobern die Stadt
Feature von Merzouga

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Feature Deutschlandfunk 2017.
Ursendung: 01.09.2017, 20:10.

-> Sendungsseite DLF

-> Play Me, I’m Yours – Official Website

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Streetpiano München (3)

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Mehr als 1700 Pianos hat der britische Künstler Luke Jerram in 55 Städten im öffentlichen Raum platziert, weltweit. 24 allein in Paris der Terrorgefahr zum Trotz. Jedes Klavier ist aufwändig gestaltet, es wird dadurch vom Instrument zum Kunstobjekt. Der Schriftzug „Play Me, I’m Yours“ lädt Passanten dazu ein, sich an die Tasten zu setzen. Andere bleiben stehen, lauschen. Jerram ist überzeugt, dass jedem Menschen ein kreativer Funke innewohnt, und dass es der künstlerischen Intervention im öffentlichen Raum bedarf, um ihn zu entfachen. Aber ein buntes Klavier in den Straßen der Stadt ist auch ein Fragezeichen. Wem gehört die Stadt? Wie wollen wir unsre Städte nutzen? Können wir den vielerorts von Konsumangeboten dominierten öffentlichen Raum wieder zurückerobern?

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Im O-Ton: Luke Jerram, Eric Pacheco, Clara Muth, Isabel Melendez-Alba, Laura Konjetzky

Mit: Rebecca Madita Hundt, Philipp Schepmann, Jean-Paul Baeck

Regie & Komposition aus Feld-Aufnahmen von bunten Klavieren: Merzouga

Redaktion: Ulrike Bajohr

Produktion: Deutschlandfunk 2017

Dauer: ca. 49:40

 

Feature von Merzouga

 

 

Reise ins Zwischenland – Die Dichterbrüder Klaus und Martin Merz

Reise ins Zwischenland – Die Dichterbrüder Klaus und Martin Merz
Feature von Janko Hanushevsky

Foto: privat.

Klaus und Martin Merz, Kindheit in den 1950er Jahren (Foto: privat)

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Hörspiel. Deutschlandfunk/Rundfunk Berlin Brandenburg 2017

Ursendung: 20.01.2017 (49′ Version DLF), 22.01.2017 (54′ Version RBB)

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„Ich träume immer noch von ihm, bis heute. Und ich glaube, die Träume sind immer noch unterwegs ihn auszuloten.“ Klaus Merz, preisgekrönter Lyriker und Prosaautor, blickt aus seinem Wohnzimmerfenster über das schweizerische Wynental. Vor Kurzem ist er 70 geworden. Und der, den er in seinen Träumen noch immer auszuloten versucht, ist sein jüngerer Bruder Martin, der fünf Jahre nach Klaus auf die Welt gekommen und im Alter von 33 Jahren gestorben ist. Hydrozephalus lautete die Diagnose bei der Geburt. Zuhause lernte Martin lesen und schreiben. Als Klaus, bereits ein junger Dichter, zum Militärdienst einberufen wird, beginnt Martin, Gedichte zu schreiben. Am heimischen Esstisch liest Klaus Merz aus dem Gedichtband des Bruders vor. Erzählt vom Leben als Außenseiter im Dorf und vom Zusammenhalt in der Familie. Erinnert sich an diese besondere Brüderbeziehung und meditiert über seine Identität als weitgereister Dörfler, dessen kraftvolle Sprachbilder Menschen auf der ganzen Welt bewegen Linie-punkte-gruen

Mit Klaus Merz (O-Ton),
Felix von Manteuffel und Stefko Hanushevsky
Regie & Komposition: Merzouga
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: DLF/RBB 2017

Feature von Janko Hanushevsky

 

 

In darkness let me dwell – Lieder aus der Finsternis

In darkness let me dwell – Lieder aus der Finsternis
Hörspiel von Merzouga

Hörspiel. Deutschlandfunk/Hessischer Rundfunk 2016

Ursendung: 17.12.2016

***Hörspiel des Monats (Akademie d. Darstellenden Künste)***
***Prix Marulic 2017/Category Radio Drama***
***Prix Phonurgia Nova 2017/Radio Art sonoré (Shortlist & Groupe Selection Ars Acustica)***

(c) Stefan Hendricks, AWI

Das Forschungsschiff Polarstern in der Antarktis, (Foto: Stefan Hendricks, AWI)

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Unweit des Observatoriums PALAOA ist vor hundert Jahren Sir Ernest Shackletons Trans-Antarktis Expedition genial gescheitert. Auf einem Schlitten wollte er den antarktischen Kontinent durchqueren. Sein Schiff Endurance wurde vom Packeis zerstört, bevor er überhaupt landen konnte. Im Winter 2016 bricht das Forschungsschiff Polarstern erneut in die Antarktis auf. Das Duo Merzouga verbindet die Fiktion einer modernen Expedition und Shackletons Geschichte, die in lyrisch verdichteten Bildern erzählt wird, mit einer elektro-akustischen Komposition. Am Übergang von Wasser, Eis und Luft lösen sich die Genregrenzen auf. Es berühren sich Hörspiel und Klangkunst, Geschichte und Gegenwart, Wissenschaft und zeitgenössische Musik. Und wir tauchen ein in das letzte Habitat der Welt, das frei ist von Menschen gemachten Geräuschen. Wir danken der Film- und Medienstiftung NRW und der AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung für den Zugang zum PALAOA Datenarchiv.

 

Komposition & Regie: Merzouga
Mit Christian Brückner, Jean Paul Baeck, Bruno Winzen, Ulrike Schwab
Gesang: Tobias Christl
Schlagzeug: Lucas Niggli
E-Bass: Janko Hanushevsky
Elektronik: Eva Pöpplein
Redaktion: Sabine Küchler
Produktion: DLF/HR 2016
Unterstützt durch die Filmstiftung NRW und die AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts
Dauer: ca. 60′
Ursendung: 17.12.2016, DLF
Filmstiftung NRW awi_logo-screenshot

Hörspiel von Merzouga

 

 

Mein Indien – Kartographie eines Sehnsuchtsorts

Mein Indien – Kartographie eines Sehnsuchtsorts
von Merzouga

Feature. Westdeutscher Rundfunk 2016

Ursendung: 10.12.2016

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Kindheit und Jugend in Vorarlberg. Eng umstellt von hohen Bergen. Ein Buch über Yogis, Magier und Fakire im Regal der Eltern entfacht die Sehnsucht der Zwillinge, dient ihnen als Standortbestimmung der eigenen Entwicklung und gibt ihrem Leben eine Richtung vor. „Wir haben uns konsequent an Orte der Sehnsucht begeben, die ein Versprechen dargestellt haben“, sagt Wolfgang Herbert. Für den Kulturwissenschaftler war das Japan, für seinen Zwillingsbruder, den Jazzmusiker Peter Herbert, New York. Mit Ende vierzig machen sie sich auf den Weg, gemeinsam den Sehnsuchtsort ihrer Jugend zu erkunden: Indien. Schließlich landen sie dort, wo es „nur noch ein Zurück“ gibt, „aber kein Voran“ mehr. „Sehnsüchte erfüllen sich nicht. Sie sind Utopien und als solche nie komplett umsetzbar“, sagt Alexandra M. Freund, Entwicklungspsychologin an der Universität Zürich. Sehnsüchte sind „dialektische Figuren, die unsere Entwicklung vorantreiben“. Folgerichtig schreibt Wolfgang Herbert: „Mein Indien ist eine Erfindung, ein Land, das weit zurückreicht. Es liegt in meiner Kindheit. (…) Indien ist ein innerer Kontinent.“

Regie & Komposition: Merzouga
Mit: Wolfgang Herbert, Peter Herbert, Prof. Alexandra M. Freund (O-Töne), Robert Dölle, Katharina Schmalenberg
Redaktion: Dorothea Runge
Produktion: WDR 2016
Länge: ca. 54:00

von Merzouga

 

 

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