Fountain – Is it a Lady’s or a Gent’s?

Fountain – Is it a Lady’s or a Gent’s?
Feature von Merzouga

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Glyn Thomposn and his urinal

Deutschlandfunk/Rundfunk Berlin Brandenburg 2020.
Ursendung: 06.03.2020, 20:10 (DLF)/08.03.2020, 14:04 (rbb)

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„Fountain“ gilt als das Pionierobjekt der Konzeptkunst, vielen Experten sogar als das bedeutendste Kunstwerk des 20. Jahrhunderts. Aber der pensionierte britische Kunsthistoriker Glyn Thompson ist sich sicher, dass das mit „R Mutt 1917“ signierte Urinal keineswegs von Marcel Duchamp stammt.

Baronin Elsa von Freytag-Loringhoven, eine exzentrische Dada-Künstlerin aus Duchamps Umfeld in New York, soll das später „Fountain“ betitelte Objekt unter dem Pseudonym „Richard Mutt“ 1917 zur Ausstellung eingereicht haben.

Glyn Thompson besitzt eine der ältesten Repliken des Urinals. Er hat über Jahre Beweise gesammelt und publiziert, die seiner Ansicht nach eindeutig für die Urheberschaft der so gut wie vergessenen Dadaistin sprechen. Die internationale Fachwelt wehrt sich vehement gegen Thompsons Umdeutung der Kunsthistorie.

Unterstützung findet Thompson in der Schriftstellerin Siri Hustvedt. Sie weist darauf hin, dass aus dem Kosmos von Freytag-Loringhovens Schaffen „Fountain“ klar als Skulptur zu lesen ist – nicht als Ready-Made. Und wenn das so ist, wäre der Gründungsmythos der Konzeptkunst hinfällig. Hustvedt sieht im Fall der Baronin ein Beispiel dafür, wie sehr die Kunstgeschichte von männlichen Narrativen geprägt ist.

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Mit: Bernt Hahn, Stefko Hanushevsky, Justine Hauer, Leslie Malton
Ton & Technik: Oliver Dannert und Jens Müller
Komposition & Regie: Merzouga
Redaktion: Ulrike Bajohr
Länge: 54:28

Foto credit: Deutschlandradio/Martin Harris

Feature von Merzouga

DLF/RBB 2020

 

 

The Language of Light – Music to the Work of Sean Scully

The Language of Light – Music to the Work of Sean Scully
Klangkomposition von Merzouga

Sean Scully by Felix Friedman

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Yleisradio/Deutschlandfunk 2019.
First broadcast Finland: 02.12.2019, 21:00 (local time)
First broadcast Germany: 18.02.2020, 20:05

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“My paintings do not fly. A painting is a weighted skin that makes a vulnerable wall. My paintings are real, even romantically so. They are not veils, or curtains of light, or even renditions of infinite space – but – a poetic wall. A confrontation with the now and the physical matter of which we are incapably bound up. They have layers of color, they have broken edges, and they have a surface that is indeed a body of light.”

Sean Scully, born in Dublin in 1945, is one of the most important abstract painters of his generation. Scully divides his often large-format canvases into vertical and horizontal stripes, and paints layers upon layers of color. The application of paint is emotional and gestural. Thus he creates „Walls of Light“, poetic walls of great physicality, powerful and permeable at the same time.

„I believe,“ says Sean Scully, „art is a wound in a dance with love. And if the wound and love are the same size, they can dance well together.“

In his writings, Scully playfully explores what inspires his art, wonders where it comes from and what it means to him. And he remembers, for example, his first sculptures, which he produced as a teenager working for the Woolworth department store chain. There, he had to compress cardboard packaging into highly compressed packages.

Every Saturday I populated the yard, at the back of Mrs. Woolworth’s enormous

store with an abstract, glamorous, working-class installation. I was already

making tough art and I was only 15. It made me strangely curious about my

possible future, which I knew, back then, would not be normal.“

Sean Scully opens the doors to his studio in Mooseurach, Bavaria, to the sound artist duo Merzouga and reads from his collected writings. Merzouga’s sound composition is inspired by motifs from Scully’s work and translates them musically. Scully’s voice encounters acoustic layers of instrumental sound, noise and electronics that resonate into vibrating walls of sound. The „Walls of Light“ become „Walls of Sound“.

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Composed & directed by: Merzouga
Texts written and read by Sean Scully.
Produced by Yleisradio Finland/Deutschlandfunk 2019
Editor: Soila Valkama
Duration: 46′

Foto credit: Felix Friedman

Klangkomposition von Merzouga

YLE/DLF 2019

 

 

Memory Garden

Memory Garden
Klanginstallation von Merzouga

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Der Garten von St. Cäcilien – Ein stiller Ort mitten im Rauschen der Kölner Innenstadt –  direkt hinter dem Neumarkt, in Nachbarschaft zum Ethnologischen Museum Rautenstrauch-Joest und zum Museum Schnütgen mit seiner Sammlung mittelalterlicher, christlicher Kunst.

Die Bepflanzung mit Blumen, Kräutern und Bäumen, die wir aus mittelalterlichen Schriften kennen, erlaubt den Besuchern die sinnliche Wahrnehmung der Pflanzenwelt, deren Symbolik sie bereits in den ausgestellten Kunstwerken und Schriften begegnen konnten.

Der Mittelalterliche Garten wird zum Memory Garden: Lautsprecher in die Beete gepflanzt wie Klangblüten. Unerwartet schweben leise Klänge durch den Garten, laden zum Innehalten ein, zum Verweilen, vermischen sich mit dem Stadtklang. Der alte Klostergarten transformiert sich. Die Kräuter verströmen ätherische Düfte und stimulierende Klangfarben. Das benachbarte Rautenstrauch-Joest-Museum wird zum Klangfernrohr. Vergessene Klänge ferner, im kolonialen Rausch(en) untergegangener Kulturen wehen in den Garten. Gongs aus einem laotischen Tempel, ein nordindisches Mantra, der Lärm einer indischen Großstadt. Historische Wachszylinder des Berliner Phonogramm-Archivs, vergessene Gesänge aus Afrika, Ozeanien, Indonesien. Zeitzeugen uralter Kulturen auf den patinierten Wachszylindern blühen noch einmal im Klostergarten von St. Cäcilien, nur um gleich wieder zu verwehen. Im Memory Garden rauscht die Zeit.

Eröffnung: 19.06.2019, 16:00 – 18:00
Laufzeit: 19.06. – 30.06.2019, jeweils zu den Öffnungszeiten des Museums Schnütgen
Veranstaltungsort: Garten von St.Cäcilien/Museum Schnütgen, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

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Komposition: Merzouga
Kurator: Georg Dietzler
Dauer: ca. 40′
UA: 19.06.2019

Verwendung historischer Wachszylinder Aufnahmen des Berliner Phonogramm-Archivs mit freundlicher Genehmigung des Berliner Phonogramm-Archivs, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

 

Klanginstallation von Merzouga

Romanischer Sommer 2019

 

 

Ponto dos Mentirosos – Atlas eines Dorfes

Ponto dos Mentirosos – Atlas eines Dorfes
Hörspiel von Merzouga & Nina Hellenkemper

Merzouga @ Kölner Kongress 2019

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Deutschlandfunk 2019.
Ursendung: 13.04.2019, 20:10

Uraufführung als Live-Hörspiel beim 3. Kölner Kongress am 16.03.2019 im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks.

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Vor 500 Jahren ist Pedro Álvarez Cabral an diesem Strand gelandet und hat Brasilien „entdeckt“. Noch immer steht der Lügenbaum, der Ponto dos Mentirosos,  am Ufer des Dschungelflusses. Hier erzählen die Menschen sich Geschichten. Wie die von der Meerjungfrau, die nachts aus dem Atlantik stieg. Oder von der Fischerin, deren Haus schon zweimal vom Meer davon getragen wurde. Die Hütte des Medizinmannes stand früher mitten im Urwald, der Mata Atlantica. Der Wald ist verschwunden, der Garten mit den Heilkräutern vertrocknet. Wenn die Sehnsucht nach den Vögeln zu groß wird, nach dem Wald, dann singt Jakama, seine Frau, die Lieder von früher. Das Wissen um die Pflanzen interessiert die Jungen nicht mehr. Aber wenn der Vollmond aus dem Meer auftaucht tanzen dreihundert Pataxó ums Feuer. Stolz singen sie, schmücken sich und trommeln. Der Atlas eines Dorfes verbindet Geschichten, Gesänge und Geräusche aus dem ältesten Dorf des neuen Brasilien mit einer opulenten Klangkomposition und evoziert einen tropischen Ort von dunkler Schönheit.

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Mit Felix von Manteuffel, Juan Carlos Lobo, Susanne Barth & Michael Witte.
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf 2019
Länge: 60:14
Ursendung: 13.04.2019, DLF

Hörspiel von Merzouga & Nina Hellenkemper

DLF 2019

 

 

Paraíso Real

Paraíso Real
Feature von Nina Hellenkemper & Janko Hanushevsky

Pataxó family, Barra Velha, Bahia/Brazil

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Deutschlandfunk 2019.
Ursendung: 08.04.2019, 20:10

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Caraíva ist das älteste nicht-indianische Dorf Brasiliens. Wo der Rio Caraíva, aus dem Dschungel kommend, in den Atlantik fließt, ließen sich 1530 die ersten Portugiesen nieder.

Palmengesäumte Strände, bunte Häuschen am Fluss. Die Zeit läuft langsam. Es gibt weder Straßen noch Autos. Das haben die Bewohner vor Jahrzehnten in ihre Gemeindeverfassung geschrieben, auch dass es keine Brücke geben soll. Wer nach Caraíva will, muss mit dem Kanu übersetzen. Und doch werden auch hier Globalisierung und Fortschritt spürbar. Seit ein französischer Musikproduzent mehrere Häuser am Fluss gekauft hat, gentrifiziert sich das Dorf rasend schnell. Die Pataxó im angrenzenden Indianergebiet stehen unter Druck. Der Urwald ist auf einen kleinen Fleck geschrumpft, Eukalyptusplantagen rücken immer näher. Das Land wird knapp und die Pataxó werden wieder mehr. Sie bauen Schulen, wollen asphaltierte Straßen, moderne Häuser und fordern mehr Territorium.

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Mit Martin Bross, Robert Dölle, Nicola Gründel, Justine Hauer, Juan Carlos Lobo, Hildegard Meier, Ulrike Schwab, Florian Seigerschmidt, Bruno Winzen
Regie: Janko Hanushevsky & Nina Hellenkemper
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf 2019
Länge: ca.49‘
Ursendung

Feature von Nina Hellenkemper & Janko Hanushevsky

DLF 2019

 

 

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