In darkness let me dwell – Lieder aus der Finsternis

In darkness let me dwell – Lieder aus der Finsternis
Hörspiel von Merzouga

Hörspiel. Deutschlandfunk/Hessischer Rundfunk 2016

Ursendung: 17.12.2016

***Hörspiel des Monats (Akademie d. Darstellenden Künste)***
***Prix Marulic 2017/Category Radio Drama***
***Prix Phonurgia Nova 2017/Radio Art sonoré (Shortlist & Groupe Selection Ars Acustica)***

(c) Stefan Hendricks, AWI

Das Forschungsschiff Polarstern in der Antarktis, (Foto: Stefan Hendricks, AWI)

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Unweit des Observatoriums PALAOA ist vor hundert Jahren Sir Ernest Shackletons Trans-Antarktis Expedition genial gescheitert. Auf einem Schlitten wollte er den antarktischen Kontinent durchqueren. Sein Schiff Endurance wurde vom Packeis zerstört, bevor er überhaupt landen konnte. Im Winter 2016 bricht das Forschungsschiff Polarstern erneut in die Antarktis auf. Das Duo Merzouga verbindet die Fiktion einer modernen Expedition und Shackletons Geschichte, die in lyrisch verdichteten Bildern erzählt wird, mit einer elektro-akustischen Komposition. Am Übergang von Wasser, Eis und Luft lösen sich die Genregrenzen auf. Es berühren sich Hörspiel und Klangkunst, Geschichte und Gegenwart, Wissenschaft und zeitgenössische Musik. Und wir tauchen ein in das letzte Habitat der Welt, das frei ist von Menschen gemachten Geräuschen. Wir danken der Film- und Medienstiftung NRW und der AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung für den Zugang zum PALAOA Datenarchiv.

 

Komposition & Regie: Merzouga
Mit Christian Brückner, Jean Paul Baeck, Bruno Winzen, Ulrike Schwab
Gesang: Tobias Christl
Schlagzeug: Lucas Niggli
E-Bass: Janko Hanushevsky
Elektronik: Eva Pöpplein
Redaktion: Sabine Küchler
Produktion: DLF/HR 2016
Unterstützt durch die Filmstiftung NRW und die AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts
Dauer: ca. 60′
Ursendung: 17.12.2016, DLF
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Hörspiel von Merzouga

DLF/HR 2016

 

 

Mein Indien – Kartographie eines Sehnsuchtsorts

Mein Indien – Kartographie eines Sehnsuchtsorts
Feature von Merzouga

Feature. Westdeutscher Rundfunk 2016

Ursendung: 10.12.2016

die-zwillinge-inchennai Sehnsuchtsort Indien

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Kindheit und Jugend in Vorarlberg. Eng umstellt von hohen Bergen. Ein Buch über Yogis, Magier und Fakire im Regal der Eltern entfacht die Sehnsucht der Zwillinge, dient ihnen als Standortbestimmung der eigenen Entwicklung und gibt ihrem Leben eine Richtung vor. „Wir haben uns konsequent an Orte der Sehnsucht begeben, die ein Versprechen dargestellt haben“, sagt Wolfgang Herbert. Für den Kulturwissenschaftler war das Japan, für seinen Zwillingsbruder, den Jazzmusiker Peter Herbert, New York. Mit Ende vierzig machen sie sich auf den Weg, gemeinsam den Sehnsuchtsort ihrer Jugend zu erkunden: Indien. Schließlich landen sie dort, wo es „nur noch ein Zurück“ gibt, „aber kein Voran“ mehr. „Sehnsüchte erfüllen sich nicht. Sie sind Utopien und als solche nie komplett umsetzbar“, sagt Alexandra M. Freund, Entwicklungspsychologin an der Universität Zürich. Sehnsüchte sind „dialektische Figuren, die unsere Entwicklung vorantreiben“. Folgerichtig schreibt Wolfgang Herbert: „Mein Indien ist eine Erfindung, ein Land, das weit zurückreicht. Es liegt in meiner Kindheit. (…) Indien ist ein innerer Kontinent.“

Regie & Komposition: Merzouga
Mit: Wolfgang Herbert, Peter Herbert, Prof. Alexandra M. Freund (O-Töne), Robert Dölle, Katharina Schmalenberg
Redaktion: Dorothea Runge
Produktion: WDR 2016
Länge: ca. 54:00

Feature von Merzouga

WDR 2016

 

 

READING, THINKING, LOOKING

READING, THINKING, LOOKING
Eine Begegnung mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt von Janko Hanushevsky

Feature. DLF/BR/NDR 2016.

Ursendung: 04.03.2016 (DLF). 07.03.2016 (BR), 23.05.2016 (ORF/ö1)


-> English version

Wie sehen, wie erinnern, wie fühlen wir? Was bedeutet es, zu schlafen, zu träumen und zu sprechen? Was passiert, wenn wir ein Kunstwerk betrachten oder ein Buch lesen, „dieser Ausflug ins Du, das auch ein Ich ist“?
Es sind existenzielle Fragen, denen sich Siri Hustvedt in ihrem essayistischen Werk widmet.
Ein Radio-Stück über die Kraft und Schönheit des Denkens, eine Meditation über das Lesen und über die Frage, wie Bücher und Worte ein Leben verändern können.

Regie & Komposition: Merzouga
Mit: Leslie Malton und Stefko Hanushevsky
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: DLF/BR/NDR 2016
Länge: ca. 49:00 (DLF) und ca. 54:00 (BR/NDR)

 

Eine Begegnung mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt von Janko Hanushevsky

DLF/BR/NDR 2016

 

 

De Rerum Natura/Dance of the Elements

De Rerum Natura/Dance of the Elements
von Merzouga

Klankomposition. Yleisradio (Finnland) 2015

Ursendung: 04.09.2015


-> English translation

In dem Lehrgedicht De Rerum Natura verbindet der römische Philosoph Lukrez (ca. 99 – 55 v.Chr.) epikureische Philosophie und Physik zu einer Art Kosmologie. Alles besteht aus kleinsten unteilbaren Urelementen, die beständig durch den Raum schwirren, kollidieren und so alle sichtbaren und unsichtbaren Formen bilden, nur um sich im nächsten Augenblick wieder aufzulösen und sich zu neuen Formen zu verbinden. Das Leben ist für Lukrez ein zufallsgetriebener Tanz der Elemente. Das Duo Merzouga betrachtet die naturphilosophischen Thesen als spielerische Kompositionsanweisung. Analog zu den sechs Büchern des Urtexts werden in sechs Kapiteln Fragmente des antiken Texts in Englisch und Latein mit Klängen und Geräuschen verwoben zu einer Art Lukrez’scher Klangkosmologie. Kleinste akustische Urelemente fliegen durch den Hörraum, verschmelzen zu konkreten Formen, durchlaufen unterschiedliche Aggregatszustände, beständig in Bewegung in dem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Erst im letzten Abschnitt begegnen wir den Geräuschen von Säugetieren und Menschen, und auch sie lösen sich wieder auf, wenn der Kreis sich am Ende des Stückes schließt.

Regie & Komposition: Merzouga
Mit: Stefko Hanushevsky
Redaktion: Soila Valkama
Produktion: YLE 2015
Länge: ca. 40:00

 

von Merzouga

YLE 2015

 

 

Ob die Granatbäume blühen

Ob die Granatbäume blühen
von Gerhard Meier

Hörspiel. Deutschlandfunk 2015

Ursendung: 14.02,2015, 20:05

***HÖRSPIEL DES MONATS FEBRUAR***

„Das Hörspiel ‘Ob die Granatbäume blühen’ steht in seiner radikalen Einfachheit wie ein einsamer Solitär in der aktuellen Hörspiellandschaft” (Jurybegründung)

-> Link zum Blog & Podcast


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„Die du wohnest in den Gärten, lass’ mich deine Stimme hören.“ Mit diesen Worten aus dem Hohelied beginnt der letzte Prosatext des Schweizer Schriftstellers Gerhard Meier (1917 – 2008). Sechs Jahrzehnte lebte der preisgekrönte Schriftsteller zusammen mit seiner Frau Dorli zurückgezogen im Haus seiner Kindheit in Niederbipp, dem Dorf am Südfuß des Jura, das zum poetischen Bezirk Amrain seiner Romane wurde.

Dorli war sein Lebensmensch, gemeinsam unternahmen sie Reisen nach Russland und nach Paris, teilten ihre Liebe für die Blumen, die Schmetterlinge und für die Literatur. Nach ihrem Tod blieb der 80-jährige Meier alleine zurück in dem Haus mit Blick über Dorlis Garten zum Jura hin.

In seinem innigen Monolog setzt er das Gespräch mit Dorli über ihren Tod hinaus fort. „Und ich fragte mich, ob man am Ende lebe, um sich erinnern zu können.“

Regie: Janko Hanushevsky
Komposition: Merzouga
Mit: Ueli Jäggi
Klavier: Philip Zoubek
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: DLF 2015
Länge: ca. 70’00

 

von Gerhard Meier

DLF 2015

 

 

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