In darkness let me dwell

In darkness let me dwell
Live-Hörspiel von Merzouga

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2017 wurde das preisgekrönte Hörspiel von Merzouga im Rahmen des Kölner Kongresses im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks zum ersten Mal und in prominenter Besetzung live aufgeführt. Die Schauspieler Christian Brückner und Ulrike Schwab ließen gemeinsam mit den Musikern Lucas Niggli, Tobias Christl und Merzouga das Hörspiel live auf der Bühne neu entstehen.

Vier Unterwassermikrophone des Alfred-Wegener-Instituts zeichnen rund um die Uhr die antarktische Unterwasserwelt des Wedellmeers auf. Ein Habitat von dschungelhafter Vielfalt in einer für den Menschen lebensfeindlichen Umgebung. Unweit des Observatoriums PALAOA ist vor hundert Jahren Sir Ernest Shackletons Trans-Antarktis Expedition genial gescheitert. Sein Schiff „Endurance“ wurde vom Packeis zerstört, bevor er überhaupt landen konnte. Das Duo Merzouga verbindet die Fiktion einer modernen Expedition und Shackletons Geschichte, die in lyrisch verdichteten Bildern erzählt wird, mit einer elektro-akustischen Komposition.

Leitmotivisch bezieht sich die Komposition für Field-Recordings, Schlagzeug, Sänger und Bassgitarren, immer wieder auf das titelgebende Lied von John Dowland, „In darkness let me dwell“. Wie keine andere Epoche steht die Renaissance für den Versuch des Menschen dem Wesen der Welt nachzuspüren mittels naturwissenschaftlicher Betrachtung und Kunst. Zugleich ist Dowlands Lied eines der dunkelsten, melancholischsten Lieder, die jemals in englischer Sprache geschrieben wurden.

Am Übergang von Wasser, Eis und Luft lösen sich die Genregrenzen auf.  Es berühren sich Hörspiel und Klangkunst, Geschichte und Gegenwart, Wissenschaft und zeitgenössische Musik. Und wir tauchen ein in das letzte Habitat der Welt, das frei ist von Menschen gemachten Geräuschen.

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Komposition & Regie: Merzouga
Mit Christian Brückner & Ulrike Schwab
Gesang: Tobias Christl
Schlagzeug: Lucas Niggli
E-Bass: Janko Hanushevsky
Elektronik: Eva Pöpplein
Live-Video: Luis Negrón van Grieken
Redaktion: Sabine Küchler
Produktion: DLF/HR 2016
Unterstützt durch die Filmstiftung NRW und die AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts
Dauer: ca. 60′
Ursendung: 17.12.2016, DLF, UA: 17.03.2017, Kammermusiksaal des Deutschlandfunks
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Live-Hörspiel von Merzouga

 

 

Merzouga (+)

Merzouga (+)
Merzouga featuring...

 

Eva Pöpplein (electronics)

Janko Hanushevsky (e-bass, attachables)

Merzouga w// Peter Herbert (doublebass) live @ Salon Goldschlag, Vienna

recorded March 17, 2012

Merzouga w// Barbara Buchholz (Theremin;  1959-2012)

recorded Oct 7, 2011 in Cologne

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Merzouga tritt seit Jahren regelmäßig live als Duo auf. Die Besetzung legt es jedoch nahe, Gastmusiker einzuladen.  Das sind des öfteren unterschiedlichste Instrumentalisten; immer wieder arbeiten sie auch mit Lyrikern oder Schauspielern zusammen.  Auf diese Weise haben die beiden unzählige Konzerte gespielt, u.a. auf dem Sonic Vigil 6 Festival in Cork/IR, dem lab30 Festival in Augsburg, dem OPENING! Festival in Trier, dem  Erlanger Hörkunstfestival und dem Unsound Festival in Krakau.

 

Merzouga featuring...

 

 

Edison Revisited

Edison Revisited
Konzertprogramm mit historischen Wachszylindern

Elektro-Akustische Konzertperformance mit 100 Jahre alten historischen Wachszylinderaufnahmen des Berliner Phonogramm-Archivs aus unterschiedlichen Erdteilen, mit dem Duo Merzouga/Eva Pöpplein (Electronics) und Janko Hanushevsky (E-Bass).

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Merzouga Portrait

Die beiden Musiker treten in ihrem Konzertprogramm „EDISON REVISITED“ der Entmystifizierung der globalisierten Welt einen Moment lang entgegen und gehen  mit dem Zuhörer auf eine phantastische Reise in längst vergangene, fremde Klangwelten. Das vor 100 Jahren auf eine Wachswalze geritzte Phonogramm wird für einen Abend aus seinem musikethnologischen Archivschrank geholt und behutsam in den Kontext einer zeitgenössischen Livemusikperformance gesetzt.

Der Edison-Phonograph und die Technik des Phonographierens waren zu ihrer Zeit technologischer Ausdruck modernster  Zivilisation. 100 Jahre einer äußerst wechselvollen Geschichte haben tiefe Spuren auf den heute stark verrauschten Wachszylindern hinterlassen. Das Phonogramm, einst große technologische Errungenschaft, wird zur sinnlichen Metapher  für die Vergänglichkeit technologischen Fortschritts.

Lieder, die längst verklungen sind, aus Mündern, die sich längst für immer geschlossen haben, schimmern durch eine dichte Schicht grobkörnigen, feinkörnigen, konturreichen Rauschens hindurch und berühren das Ohr des Hörers hundert Jahre nach ihrer Aufnahme. Das Duo Merzouga geht den archaischen Qualitäten dieser Musik auf die Spur, die Menschen über Kultur- und Zeitgrenzen hinweg, auch heute emotional und intuitiv verstehen und berühren.

Sie bauen mit ihrer elektro-akustischen Musik eine akustische Brücke ins 21. Jahrhundert, geben dieser uralten Musik einen Rahmen – die  100 Jahre alte Aufnahme auf der  Wachswalze begegnet hier und heute der dynamischen, ganz dem konkreten Augenblick verpflichteten Live-Performance.

Aufführungen im Ethnologischen Museum Berlin Dahlem (Sitz des Berliner Phonogramm-Archivs) im Rahmen der Langen Nacht der Museen 2011, bei dem internationalen Festival für Medienkunst lab30 2011  in Augsburg und bei der Kölner Musiknacht 2012.

 

 

 

Konzertprogramm mit historischen Wachszylindern

 

 

Antennen im Regen

Antennen im Regen
Nördlich von aller Musik

Burkhard Reinartz (Sprecher)
Eva Pöpplein (Elektronik)
Janko Hanushevsky (E-Bass)

Live-Performance von aktueller Lyrik in Verbindung mit zeitgenössischer Musik.

 

Im Sommer 2015 erscheint bei ECM Records „Eine Olive des Nichts“ – Hörbilder des Radioautors, Regisseurs und Sprechers Burkhard Reinartz. Gedichte und Texte der Lyriker Tomas Tranströmer, Adam Zagajewski und Philippe Jaccottet verbinden sich mit Geräuschen, Soundscapes und Musik des international renommierten ECM-Labels zu einer spannungsvollen Einheit von Wort und Musik.

Antennen im Regen sind das Live-Pendant und die Fortführung des ECM-Projekts. Burkhard Reinartz spricht Gedichte unter anderem von Zagajewski, Tranströmer und John Burnside. Seine Stimme reibt und ergänzt sich mit den Klängen des Duos Merzouga. Die Computermusikerin Eva Pöpplein entwickelt Soundscapes am Laptop, Janko Hanushevsky nutzt den Elektro-Bass weit über erwartete Klänge als percussiv/melodischen Klanggenerator.

In ihrem aktuellen Programm „Nördlich von aller Musik“ lassen Antennen im Regen Hörbilder aus dem Augenblick heraus entstehen. Vorgegeben sind nur die gedruckten literarischen Texte. Stimmlicher Ausdruck und musikalische Klänge verbinden sich oder kontrastieren bei jedem Konzert neu. So entsteht ein ungewohnter Hörraum, der jenseits traditioneller Lyrikvertonungen eine Selbstverständlichkeit und Frische hervorbringt, die Poesie und Musik aus der Ecke des Dramatisch-Künstlichen holt.

 

Nördlich von aller Musik